Wie das Friedenslicht nach Weiten kam

Veröffentlichungsdatum30.12.2021Lesedauer2 MinutenKategorienGemeindenews
Wie das Friedenslicht nach Weiten kam

Wie das Friedenslicht nach Weiten kam 

Die Geschichte des ,,Friedenslichtes aus Bethlehem“ in Österreich geht auf das Jahr 1986 zurück. Das ORF-Landesstudio Oberösterreich in Linz initiierte in diesem  Jahr erstmals diese Aktion, die mittlerweile weltumspannend durchgeführt wird. Ein Kind aus Oberösterreich (in den vergangenen Jahren war dies Pandemie-bedingt  nicht möglich) entzündete das Friedenslicht in der Geburtsgrotte in Bethlehem. Das Licht wurde seither immer mit einem Flugzeug der AUA nach Österreich  gebracht. Vom Flughafen Linz-Hörsching wird es dann in ganz Österreich verteilt. Verschiedene Organisationen, darunter die Feuerwehrjugend, sorgen für die  Verteilung. 

Im Jahre 1994 nahm die Bezirksalarmzentrale der Feuerwehren in Melk knapp vor Weihnachten ihren Betrieb auf. Und hier waren es dann Männer des  Feuerwehrabschnittes – darunter auch aus Weiten – die das Licht nach Weiten brachten. Am Hl. Abend besuchte eine Abordnung des Feuerwehrabschnittes (aus  Weiten Friedrich Reiner und Johann Jindra jun. sowie Franz Gierer, Ferdinand Winkler und Karl Böhm) die Alarmzentrale im Feuerwehrhaus in Melk und überbrachten  neben Weihnachtswünschen und Geschenken das ,,Friedenslicht aus Bethlehem“, das zuvor vom Bahnhof abgeholt wurde. Im Laufe der Jahre änderte  sich hier das Bild und die Vorgangsweise. 

Mit der Eröffnung des neuen Feuerwehrhauses und der Gründung der Feuerwehrjugend gab es dann am Hl. Abend einen ,,Tag der offenen Tür“ mit der Möglichkeit,  das Friedenslicht von der Feuerwehr in Weiten abzuholen. Geholt wurde es weiterhin aus Melk oder vom Roten Kreuz in Pöggstall. Und seit dem Jahre 1994 wird das  Friedenslicht auch in die Pfarrkirche Weiten gebracht, wo es ebenfalls abgeholt werden kann. Hier hat dann Autopatin Maria Reiner mit Umsicht bei dieser Aktion  mitgewirkt. 

Eines kann man getrost anmerken: die Florianis aus Weiten haben dafür gesorgt, dass seit 1994 das ,,Licht der Welt“ auch in der Weitentalgemeinde und in  angrenzenden Regionen erstrahlt. Soll es doch den Frieden, Eintracht und gegenseitiges Verständnis, gerade in diesen schweren Zeiten, bringen. Der ,,Stern von  Bethlehem“ soll nicht umsonst aufgegangen sein und für uns Menschen Zuversicht und Glaube für eine gute Zukunft sein. 

Friedenslicht in der Siedlung Am Schuß 

Seit diesem Jahr 1994, als die Feuerwehrfunktionäre dieses Friedenslicht nach Weiten bringen, wird es Jahr für Jahr auch in der Siedlung Am Schuß verteilt. Maria  Reiner, die Gattin des damaligen Kommandanten, sorgt dafür, dass dieses Licht in jedem Haus in der Siedlung leuchten kann. Viel Dank und Freude wurde ihr dabei  entgegengebracht. Seit dem Vorjahr hilft ihr Regina Steininger und ab 2020 erledigt sie den größeren Teil und Maria Reiner besucht nur mehr ein paar Familien. 

Ein herzliches Dankeschön und ,,Vergelt’s Gott“ der Autopatin und ein Glück auf der Amtsleiterin – beide im Dienste für die Nachbarschaft. 


Übergabe des Friedenslichtes von Maria Reiner an Regina Steininger. 

Foto: Friedrich Reiner