Wie das Friedenslicht nach Weiten kam
Die Geschichte des ,,Friedenslichtes aus Bethlehem“ in Österreich geht auf das Jahr 1986 zurück. Das ORF-Landesstudio Oberösterreich in Linz initiierte in diesem Jahr erstmals diese Aktion, die mittlerweile weltumspannend durchgeführt wird. Ein Kind aus Oberösterreich (in den vergangenen Jahren war dies Pandemie-bedingt nicht möglich) entzündete das Friedenslicht in der Geburtsgrotte in Bethlehem. Das Licht wurde seither immer mit einem Flugzeug der AUA nach Österreich gebracht. Vom Flughafen Linz-Hörsching wird es dann in ganz Österreich verteilt. Verschiedene Organisationen, darunter die Feuerwehrjugend, sorgen für die Verteilung.
Im Jahre 1994 nahm die Bezirksalarmzentrale der Feuerwehren in Melk knapp vor Weihnachten ihren Betrieb auf. Und hier waren es dann Männer des Feuerwehrabschnittes – darunter auch aus Weiten – die das Licht nach Weiten brachten. Am Hl. Abend besuchte eine Abordnung des Feuerwehrabschnittes (aus Weiten Friedrich Reiner und Johann Jindra jun. sowie Franz Gierer, Ferdinand Winkler und Karl Böhm) die Alarmzentrale im Feuerwehrhaus in Melk und überbrachten neben Weihnachtswünschen und Geschenken das ,,Friedenslicht aus Bethlehem“, das zuvor vom Bahnhof abgeholt wurde. Im Laufe der Jahre änderte sich hier das Bild und die Vorgangsweise.
Mit der Eröffnung des neuen Feuerwehrhauses und der Gründung der Feuerwehrjugend gab es dann am Hl. Abend einen ,,Tag der offenen Tür“ mit der Möglichkeit, das Friedenslicht von der Feuerwehr in Weiten abzuholen. Geholt wurde es weiterhin aus Melk oder vom Roten Kreuz in Pöggstall. Und seit dem Jahre 1994 wird das Friedenslicht auch in die Pfarrkirche Weiten gebracht, wo es ebenfalls abgeholt werden kann. Hier hat dann Autopatin Maria Reiner mit Umsicht bei dieser Aktion mitgewirkt.
Eines kann man getrost anmerken: die Florianis aus Weiten haben dafür gesorgt, dass seit 1994 das ,,Licht der Welt“ auch in der Weitentalgemeinde und in angrenzenden Regionen erstrahlt. Soll es doch den Frieden, Eintracht und gegenseitiges Verständnis, gerade in diesen schweren Zeiten, bringen. Der ,,Stern von Bethlehem“ soll nicht umsonst aufgegangen sein und für uns Menschen Zuversicht und Glaube für eine gute Zukunft sein.
Friedenslicht in der Siedlung Am Schuß
Seit diesem Jahr 1994, als die Feuerwehrfunktionäre dieses Friedenslicht nach Weiten bringen, wird es Jahr für Jahr auch in der Siedlung Am Schuß verteilt. Maria Reiner, die Gattin des damaligen Kommandanten, sorgt dafür, dass dieses Licht in jedem Haus in der Siedlung leuchten kann. Viel Dank und Freude wurde ihr dabei entgegengebracht. Seit dem Vorjahr hilft ihr Regina Steininger und ab 2020 erledigt sie den größeren Teil und Maria Reiner besucht nur mehr ein paar Familien.
Ein herzliches Dankeschön und ,,Vergelt’s Gott“ der Autopatin und ein Glück auf der Amtsleiterin – beide im Dienste für die Nachbarschaft.
Übergabe des Friedenslichtes von Maria Reiner an Regina Steininger.
Foto: Friedrich Reiner