In memoriam Günther Draxler
Günther Draxler schloss am 20. März 2026 für immer seine Augen. Im Weiten herrscht große Trauer über das Ableben. Geboren wurde er am 29. August 1942 in Weiten im damaligen Haus Nr. 75. Hier wurde ein waschechter Weitener geboren: Taufe, Volksschule, Erstkommunion und die Hochzeit mit seiner Gattin Ingrid sowie die Taufe der beiden Töchter Eva und Sonja, machten ihn und seine Familie inklusive Eltern zu einem geschätzten Gemeindebürger. Und seine letzte Ruhestätte findet er am Friedhof der Pfarre Weiten.
Nach der Volksschule besuchte er die Hauptschule in Pöggstall, arbeitete in der Zimmerei seines Vaters und studierte an der HTL Hochbau. Drei Jahre verbrachte er in der bayerischen Landeshauptstadt München, ehe er im Jahre 1971 in den NÖ Landesdienst (Gebietsbauamt in St. Pölten) eintrat. Bauverhandlungen standen hier an oberster Stelle. Hier lernten ihn etliche Gemeinden und vor allem Bauwerber als korrekten und hilfsbereiten Beamten kennen, der um das Wohl der Bürger stets bemüht war. Für seine Leistungen wurde ihm der Berufstitel ,,Regierungsrat“ verliehen.
Seine politische Laufbahn in Weiten begann im Jahre 1968, wo er bis 1970 im Gemeinderat tätig war, weiters von 1970 an der Seite des damaligen Bürgermeisters Johann Tofil als Vizebürgermeister und abschließend eine Periode als geschäftsführender Gemeinderat. In diesen Jahren konnte Günther Draxler mit seinen Gemeinderatskollegen einige wichtige ,,nachhaltige Projekte“ abschließen. Im Jahre 1972 wurden die neue Volksschule und der Kindergarten gesegnet, zwei Jahre später das Amtshaus am Kirchenplatz. Dazu kamen aber noch die Errichtung der Brücke über den Weitenbach und vor allem führte er die Thematik Gemeindearzt in Weiten zu einem positiven Abschluss. Es gelang ihm, Dr. Josef Fakhouri im Jahre 1973 als Allgemeinmediziner nach Weiten zu bringen.
Ohne Zweifel war er aber im Bereich Sport erfolgreich tätig und zwar mit der Gründung des SV Weiten am 11. November 1973. Zuerst war dies ein Verein, der sich auf verschiedene vier Sektionen aufgegliedert. So waren dies u. a. der Wandertag (mit einigen Helfern) oder die Errichtung des Tennisplatzes. Für seine großen Verdienste wurde er zum Ehrenpräsidenten ernannt.
Ein letztes ,,Dankeschön“ auf seinem letzten Weg von der Marktgemeinde Weiten für den gesellschaftlichen Menschen und typischen Weitener kam von Weitens Bürgermeisterin Ramona Fletzberger.
Günther Draxler verstarb im Alter von 83 Jahren nach schwerer Krankheit.
Bericht: Friedrich Reiner
Foto: privat