Tottendorf

Das Dorf liegt nordwestlich von Weiten in geschützter Lage an der Ostseite des Hinterberges in 420 m Seehöhe. Der Name lautet 1290 Dorkendorf, 1300 Turtendorf, vielleicht Dorf einer Tota. Das Stift Melk hatte 1290 hier zwei Lehen. 1300 verlieh Konrad von Werde der Alheid, Hausfrau des Renolt von Turtendorf, ein halbes Lehen und einen halben Weingarten zu Turtendorf. Obiger Konrad verkaufte dieses halbe Lehen 1307 dem Konrad von Streitwiesen. Das Stift Melk verlieh um 1360 dem Konrad Fritzelsdorfer einen Hof in Tortendarf mit Zugehör und 7 Eimer Bergrechtwein. Ulrich der Prinz von Tortendorff siegelte 1366 eine Urkunde des Georg von Pergarn. Leutold von Maissau stiftete um 1400 Zehente zur Pfarre Pöggstall. Hans der Klauban, Burggraf zu Hartenstein, verkaufte 1403 die von den Maissauern lehenbaren Zehente auf dem halben Dorfe Dottendarff jenseits des Baches Weinold dem Schaffer zu Pöggstall.

1420 hatte Friedrich der Fritzelsdorfer vom Stifte Melk einen Hof. Die Herrschaft Mollenburg verzeichnet 1486 hier zwei Güter. Der Kaplan von Wimberg hatte in diesem Dorfe einen Amtmann, der im Jahre drei Banntaidinge abhielt und Häuser verleihen konnte, auch eigene Rechtssatzungen beobachtete. Drei Untertanen kamen 1574 durch Erbschaft von Valentin Findinger von Heinrichschlag an die Herrschaft Pöggstall.

Auch der Kälberhof erscheint 1636 hier begütert. Obrigkeit war Herrschaft Artstetten, Landgericht Pöggstall, Untertanen hatten auch Weißenberg und Mollenburg.

Die Katastralgemeinde Tottendorf gehört seit der Gemeindezusammenlegung zur Marktgemeinde Weiten. Am Ortsanfang - von Mollendorf kommend - steht eine kleine Kapelle, die dem hl. Nepomuk geweiht wurde. Derzeit hat der Ort 13 Häuser und 61 Einwohner.

Franz Höfinger jun.


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