Mollendorf

Der Name kommt 1290 als Molndorf vor und bedeutet Dorf der Molche und Eidechsen, bedingt durch die sonnige Lage.

Die Kapelle im Dorf entstand bereits im 19. Jahrhundert. Der Ort hatte bis herauf in die frühe Neuzeit Weingärten, deren Zehente auch an die Herrschaft Wimberg im Yspertal abgeliefert werden mussten. Die Vorgangsweise bei der Zehentbeschau und bei der Abholung der Zehentweine war genau festgelegt.

Derzeit sind im Ort 65 Personen beheimatet. Ein Novum von Mollendorf ist, dass es 19 Hausnummern, aber nur 18 Häuser gibt.

Mollendorf wurde im vergangenen Jahrhundert immer wieder von schweren Bränden heimgesucht; so brannte im Jahre 1860 der halbe Ort nieder. Im Jahre 1912 schlug der Blitz im Haus Nr. 1 (Bock) ein, ein Mann aus Seiterndorf verstarb. Während einer Betstunde in der Kapelle am 9. Mai 1923 wurde der 21-jährige Karl Schmuckenschlager vom Blitz getötet, mehrere Personen schwer bzw. leicht verletzt.

Weitere Brände: 1933 wurden die Häuser Loidhold, Holzreiter, Stummer und Kloihofer eingeäschert und im Jahre 1936 das Haus Höfinger (jetzt Wilhelm); im Jahre 1975 brach bei Loidhold (Nr. 19) ein Brand aus.

Die Dorfkapelle wurde im Jahre 1976 renoviert und erhielt ein elektrisches Geläute.


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