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Einzige
Eintragung in der Pfarrchronik:
Laut
Erlaubnis des Ordinariats St. Pölten wurde am 1. September 1912
die Weihe der neuen Orgel durch den Administrator (Vertreter des
erkrankten Pfarrers) Gottlieb Studlik vorgenommen. Das Kirchenchor
und die Orgel wurden unter Anleitung eines Wiener Sommergastes, des
Regierungsrates Helfert, von den beiden Fräulein Karoline
Schweitzer (Pfarrersköchin) und Steffi Brenner mit Tannenreisig
und Blumen dekoriert.
Das
Provinzblatt der Kremser Zeitung schrieb über die Orgelweihe
Folgendes: ,,[...] Nach der Weihe hielt der Hochw. Herr
Administrator Gottlieb Studlik eine sinnige Ansprache über die
Bedeutung der Orgel, wobei er am Schlusse den Wunsch aussprach,
dieselbe möge immer zur Erbauung der Andächtigen und zur
Ehre Gottes ertönen. Als nachher bei Beginn des Hochamtes [...]
Herr Oberlehrer Josef Brait in mustergültiger Weise eine
schöpfsche Messe aufführte, die Orgel von kundiger Hand
gespielt, mächtig durch die Hallen unserer schönen Kirche
brauste, [...]”
Der
erwähnte Oberlehrer Josef Brait scheint in der Schulchronik
zwischen dem 1. Oktober 1908 und dem 1. Dezember 1917 auf. Da es
damals üblich war, dass die Pfarre den Oberlehrer anstellte und
dieser daher auch als Organist, Chorleiter und Messner tätig
sein musste, ist anzunehmen, dass Josef Brait in dieser Zeit
Chorleiter war.
Mit
1. Jänner 1919 wurde laut Schulchronik der Lehrer Raimund Wurzer
(seine Mutter stammte aus Filsendorf) als Lehrer der 2. Klasse
angestellt. Ehemalige Chorsänger berichten, dass er mit Leib und
Seele Organist war. Er brachte Mädchen von der Schule zum Chor
und unterrichtete auch Geige, wofür er damals pro Stunde 50
Groschen verlangte.
,,Mit
1. September 1935 wurde Herr Lehrer Wurzer zum Oberlehrer in Türnitz
ernannt.” (Schulchronik der Volksschule Weiten)
Laut Aussagen von Chorsängern versah einige Zeit der Lehrer Othmar
Brauneis aus Pöbring in Weiten Organistendienst. Er scheint
auch in der Weitener Schulchronik im Jänner 1936 als Hilfslehrer
für die 2. Klasse auf und am 1. September 1938 findet man die
Eintragung, dass er ins Altreich versetzt wurde.
Von
1947 bis 1981 leitete Johann Jindra den Kirchenchor von Weiten.
Unterbrochen war dieser lange Dienst zu Ehren Gottes nur in der Zeit
von 1955 bis 1957, als Friedrich Domeyer die Geschicke des Chores
leitete. In dieser Zeit war Maria Kreysa Organistin und blieb dies,
bis sie 1989 aus Weiten wegzog. Weitere Organisten in Weiten waren
bzw. sind: Rosina Jandl (seit 1973), Ingeborg Schwarz (Jänner
1989 bis November 1992), Wolfgang Buchegger (Juli 1993 bis Dezember
1996); Ingrid Maurer und Sandra Lumesberger begleiten den Chor bei
feierlichen Anlässen.
Nach
dem Tode von Johann Jindra erklärte sich Helmut Kristen bereit,
den Chor zu führen und bewahrte dadurch diesen vor der
Auflösung, wofür wir ihm heute noch dankbar sein müssen.
Im Herbst 1983 übergab Helmut Kristen die Chorleitung an Bruno
Rixinger. Neue Einführungen: jeden Montag Probe und Einsingen
vor jedem Auftritt.
Neben
dem Mitgestalten bei den Feiern des Kirchenjahres gab es folgende
Aktivitäten und Höhepunkte:
1984 Die
Gestaltung der Fatimafeier in der Wallfahrtskirche Maria Laach am 13.
Juli fiel durch das große Hagelunwetter buchstäblich ins
Wasser und wurde im September nachgeholt. - Im November durfte der
Chor anlässlich eines Ausfluges die Messe in der
Wallfahrtskirche am Sonntagberg gestalten.
1985 Pfarrvisitation
und Pfarrfirmung durch Weihbischof Dr. Alois Stöger. - Segnung
der Trauerhalle (15. August). - Im September wurden wir vom
Kirchenchor Kleinraming (Nähe Steyr) herzlich aufgenommen und
gestalteten die hl. Messe.
1986 Das
Jahr war geprägt durch 17 Begräbnisse!
1987 Chorausflug
nach Kirchberg am Wechsel.
1988 Dekanatssingtag
in Spitz mit Regionalkantor Otto Kargl (Dekanatssingtag bedeutet,
dass sich die SängerInnen von den Kirchenchören des
Dekanates treffen, gemeinsam proben und dann eine hl. Messe
gestalten). - Konzert: ,,Kirchenmusik zum Jahresausklang”
(Silvester).
1990 Im
Februar besuchten wir die Pfarre Hadersdorf am Kamp, gestalteten die
hl. Messe und besuchten die Theateraufführung der Pfarre (der
Pfarrer spielte die Hauptrolle im Nestroy-Klassiker ,,Der
Zerrissene”). - Firmung. - Ehrung verdienter Chorsänger und
Mitarbeiter der Pfarre. Das Ehrenzeichen vom hl. Hippolyt in Bronze
erhielten: Johann Schiffler, Franz Koller, Aloisia Draxler, Maria
Kreysa, Rosa Lagler und Josef Kerschbaumer. - Konzert: ,,Kirchenmusik
zum Jahresausklang” (Silvester).
1993 Eröffnung
der Sonderausstellung im Diözesanmuseum von St. Pölten
,,Kunstwerke aus der Pfarrkirche Weiten”. - Dekanatssingtag in
Spitz mit Regionalkantor Franz Reithner. - Dankmesse (Ende der
Renovierungsarbeiten an den Glasfenstern) mit Diözesanbischof
Kurt Krenn, gemeinsam gesungen mit dem Kirchenchor Loosdorf.
1994 Teilnahme
am Konzert des Musik- und Gesangvereins Fidelitas Pöggstall
(Juni). - Chorausflug nach Maria Langegg, Kartause Aggsbach (Juli).
-,,Friedensmesse” (November), Neue geistliche Lieder zum Thema
Frieden.
1995 Firmung.
- Erstmals hl. Messe für Ehejubilare. - Konzert im Pfarrgarten
mit dem Singkreis Spitz. - Dekanatssingtag in Maria Laach mit
Regionalkantor Franz Reithner.
1996 Pfarrausflug
ins Stift St. Florian; Bruckner-Chorkonzert in der Stiftskirche
Waldhausen. - ,,Windhaager Messe” (von Anton Bruckner),
gemeinsam mit Singkreis Spitz am Cäciliensonntag gesungen.
1997 Abbau
der alten pneumatischen Orgel. - Konzert im Pfarrgarten mit dem
Männerchor Ehrenhausen (Steiermark). - Hl. Messe in Paudorf
gestaltet.
1998 Männergesangsverein
Eintracht Weiten (Saarland) zu Besuch. - Männergesangsverein
,,Feldkircher Liedertafel” zu Besuch. - Weihe der neuen Orgel
(Erbauer Walter Vonbank, Murau in der Steiermark) am Nationalfeiertag
durch Prälat Dr. Walter Graf. - Erstes Orgel-/Chorkonzert (an
der Orgel Regionalkantor Franz Reithner).
Bruno
Rixinger |