Jasenegg

Das Dorf Jasenegg befindet sich am Ende des Hausberges gegenüber von Weiten. In Jasenegg haben zur Zeit 52 Einwohner ihren Hauptwohnsitz, das Dorf besteht aus 15 Häusern. Mit dem Auto erreicht man den Ort von Weiten aus vorbei an der Mollenburg über Mollendorf.

Jasenegg wurde erstmals im Jahre 1278 unter dem Namen Jezenik urkundlich erwähnt. Dieser Name wird vom slawischen Jesenica = Eschenbach abgeleitet, was auf slawische Ansiedler zur Awarenzeit oder vor 955 hinweisen dürfte. Um 1420 wurde der Ort Jesnikl genannt.

In Jasenegg befindet sich eine Dorfkapelle. Diese wurde im Jahre 1895 erbaut und ist dem hl. Antonius dem Eremiten geweiht. Seine barocke Statue stammt aus dem 18. Jahrhundert. Die erste Glocke der Kapelle wurde zu Beginn des Ersten Weltkrieges eingeschmolzen. 1918 kaufte die Dorfgemeinschaft eine neue Glocke, die bis heute händisch dreimal täglich geläutet wird.

Das innere Mauerwerk der Kapelle war ursprünglich zur Gänze bemalen. Ausgeführt wurden diese Arbeiten vom Malermeister Göls aus Krems. Dieser war gebürtiger Jasenegger, und er leistete die Arbeiten unentgeltlich. Bei der Renovierung in den siebziger Jahren wurden diese Arbeiten größtenteils übermalen.

Außerhalb des Ortes befindet sich noch eine zweite Kapelle. Diese wurde im Jahre 1975 von der Jagdgemeinschaft errichtet und ist dem hl. Hubertus geweiht.

Zwischen dem Almgasthaus Schilling und der Hubertuskapelle liegen die ,,Gmoawiesen”. Diese waren bis 1966 Gemeinschaftsbesitz und Almfläche - daher der Name ,,Almgasthaus”.

Am 4. Jänner 1844 brannte Jasenegg fast zur Gänze ab. Verschont blieben nur das Haus Nr. 7 und eine Scheune vom Haus Nr. 6.

Anfangs des 20. Jahrhunderts wurde im Falzenberg (zwischen Jasenegg und Seiterndorf) unter Tag Grafit abgebaut. Der Abbau wurde aufgrund größerer, andersörtlicher Vorkommen wieder eingestellt.

Brigitte Spindelberger


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